Trainerweiterbildung in Kienbaum

Um die Judoausbildung in unserem Verein auf ein hohes Maß zu bringen und diese dort zu halten, sind unsere Trainer immer wieder unterwegs, um sich fortzubilden. Im Olympiastützpunkt Kienbaum östlich von Berlin nahmen Lasse und Adrian deshalb an einem viertägigen Lehrgang mit den Bundestrainern der U18 und U21 teil. Im Kreis von Landes- und Stützpunkttrainern, sowie Olympiamedaillengewinnern aus ganz Deutschland wurde eine Analyse des vergangen Wettkampfjahres vorgestellt. Weiterhin informierten die Bundestrainer über die Planungen des Wettkampfjahres 2019, das ganz im Zeichen der Vorbereitung zu den olympischen Spielen in Tokio steht. Mit der Analyse im Rücken und dem Ziel erfolgreich bei den olympischen Spielen zu sein wurden eine Vielzahl an Themen während der vier Tage behandelt.

Erstmals praktisch wurde es am Freitag. Das nutzen der Mattenrandsituation stellt dabei einen Schwerpunkt dar. Bundestrainer männlich U21 Pedro Guedes, welcher noch während des Seminars nach Japan mit der Nationalmannschaft fuhr, gab viele Einblicke, um während des Randoris und des Wettkampfs einen Vorteil zu bekommen. Er stellt dar, dass die Lösung egal aus welcher Situation die „Atack“ also der Angriff sein müsse. Dementsprechend demonstrierte er eine Vielzahl an Lösungen aus den verschiedensten Situationen, welche Lasse und Adrian versuchten zu verinnerlichen.

Ein weiteres großes Thema war das Kindeswohl, bei dem Herr Knuth, Gründer vom Wildfang e. V., über sexualisierte Gewalt und Aufsichtspflicht im und um den Sport informierte.

Anschließend folgte eine Einheit mit Bundestrainer männlich U18 Bruno Tsafack. Bruno demonstrierte eine Vielzahl wettkampfrelevanter Techniken aus dem Bereich Ne- und Tachi-waza.  

Beendet wurde der Freitag mit einem Austausch zwischen den teilnehmenden Trainern in der finnischen Sauna direkt am See.

Am Samstag gab Bundestrainer weiblich U21 Lorenz Trautmann einen Einblick in das Kumikata Training. Ein Thema, welches schon 2015 in Leipzig auf dem Plan stand und die Wichtigkeit der Kampferöffnung unterstrich. Er stellte eine Vielzahl von technisch und taktischen Lösungen vor, die gleich im Anschluss trainiert werden konnten.

Der Deutsche Judobund e. V. lud außerdem die Hamburgerin Doreen Brandt von der HAW Hamburg ein, um über die Risiken des „Gewichtmachens“ zu informieren. Brandt, selber erfolgreiche Judoka, gab Einblicke in die aktuelle Forschung und leitete eine angeregte Diskussion zu diesem Thema an.

Am späten Nachmittag stellte Lorenz Trautmann dann Trainingsmöglichkeiten zum Thema maximale Sauerstoffaufnahme (sogenanntes VO2-Max-Intervalltraining) vor. Adrian der schon aus seinem Sportstudium mit dem Intervalltraining vertraut war, stellte dich als Proband während des Trainings zur Verfügung. Er kam bei diesen kurzzeitigen und  sich wiederholenden Anforderungen im submaximalen Bereich ganz schön ins Schwitzen.

Auch am Samstag stand die Sauna zum Austausch zur Verfügung.

Sonntags, stellte Bruno das Sichtungssystem des DJBs vor und informierte über die richtige technische Ausführung einzelner Sichtungskriterien (unter anderem dem Festhaltekreis).

Nach vier Tagen sehr angeregten Diskussionen und praktischen Übungen fuhren Adrian und Lasse wieder nach Mecklenburg-Vorpommern.

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