Lehrgang mit den Bundestrainern - GruppenbildIn Leipzig nahmen Lasse, Adrian und Dirk an einem dreitägigen Lehrgang mit den Bundestrainern der U18 und U21 teil. Im Kreis von Nachwuchstrainern aus ganz Deutschland wurden Grundelemente der Ausbildung der Nationalmannschaftskader vorgestellt und ausprobiert. Weiterhin informierten die Bundestrainer über die Planungen des Wettkampfjahres 2016, das ganz im Zeichen der Jugendeuropameisterschaften in Spanien steht.

Die Kumi-kata – der Kampf um den richtigen Griff – ist im Judosport eine Wissenschaft für sich. Richard Trautmann, der Bundestrainer der U21, verdeutlichte in seiner Trainingseinheit beim Nachwuchstrainer-Lehrgang in Leipzig (19.11. – 22.11.), wie entscheidend die richtigen Grifftechniken für den Erfolg auf höchster Wettkampfebene sind. Die kleinen Tricks der großen Champions wurden den anwesenden Nachwuchstrainern aus ganz Deutschland vorgeführt – und von diesen auch gleich ausprobiert. Zum Beispiel das geschickte Lösen aus dem Griff des Gegners oder ein eigener überraschender Griffwechsel – mitunter waren es nur winzige Details, etwa das leichte Hochziehen des eigenen Ärmels, um für den Gegner keinen optimalen Griff zuzulassen, die laut Trautmann aber im Spitzensport den Unterschied ausmachen.

Lehrgang mit den Bundestrainern - BT2Der Deutsche Judobund e. V. hatte Nachwuchstrainer aus ganz Deutschland nach Leipzig eingeladen, um den Bundestrainern Richard Trautmann (U21, Männer), Claudio Pusa (U21, Frauen), Lena Göldi (U18, Frauen) und Bruno Tsafack (U18, Männer) die Gelegenheit zu geben, die eigenen Vorstellungen und Anforderungen den Trainern in den Vereinen in intensiven Einheiten zu präsentieren. Dabei ging es um ganz praktische Dinge wie die richtige Grifftechnik oder außen eingedrehte Wurftechniken, aber auch um eine grundsätzliche Ausrichtung des Kampfverhaltens. So vertraten die Bundestrainer beim Thema Kumi-kata die Überzeugung, dass Trainer nicht das Hauptaugenmerk auf die unbedingte Durchsetzung des eigenen Griffs legen sollten, sondern den Sportlern vielmehr Möglichkeiten und Alternativen anbieten, um aus jeder Griff-Situation eine Technik ansetzen zu können. Wie das funktionieren kann, wurde natürlich auch gleich trainiert.

Intensives Training

Lasse, Adrian und Dirk waren von den Ausführungen zur Kumi-kata begeistert. Das neue Wissen fließt bereits in das Training in den verschiedenen Übungsgruppen ein. Für die Trainer war der Lehrgang in Leipzig eine durchaus schweißtreibende Veranstaltung, da die vorgestellten Techniken intensiv trainiert wurden. Auf der Matte tummelte sich dabei ein illustrer Kreis ehemaliger Nationalmannschaftskader, Teilnehmer bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften.

Lehrgang mit den Bundestrainern - FaszienrolleNeben der Frage, wie man auf der Matte erfolgreich ist, beschäftigten sich die Trainer auch damit, wie man auf der Tatami gesund bleibt. Dazu gaben die Mediziner der Nationalmannschaft interessante Hinweise. In ihrem Vortrag ging es um die Vorbeugung von Knie- und Schulterverletzungen im Judo.

Ganz abseits der Matte wurde noch das neue Judo-Portal „Dokume“ vorgestellt, eine Art soziales Netzwerk für den Judosport. Athleten und Trainer können sich dort vernetzen, Trainingspläne ausarbeiten und teilen, Statistiken aus Training und Wettkampf abrufen oder Fakten über internationale Gegner einsehen. Der JC Uni Rostock wird diese Plattform in der eigenen Vereinsarbeit künftig nutzen.

Zuletzt waren für unsere Rostocker Trainer auch die vielen persönlichen Gespräche mit den Bundestrainern ein Gewinn. Die hoffen übrigens, dass es bald auch mal wieder ein Sportler aus Mecklenburg-Vorpommern bis in die Nachwuchsteams der Nationalmannschaft schafft.

Erfolg und Gesundheit der Sportler sowie die Qualität des Trainings basieren nach unserer Überzeugung auf einer guten Ausbildung der Trainer. Dazu sind die Lehrgänge wie Leipzig und der enge Austausch mit den Bundestrainern oder anderen Vereinstrainern in Deutschland wichtig. Weiterhin unterstützen und erwarten wir die regelmäßige Weiterbildung unserer Trainer