
Trainingslager am Olympiastützpunkt Hannover
Zur Vorbereitung auf die Nordostdeutschen Meisterschaften ging es vom 09. bis 11.02.2026 für den Landesstützpunkt Rostock an den Olympiastützpunkt Hannover. Mit Trainer Lasse fuhren unsere Judogreifen Karla Radefeldt, Felix Peter, Vincenzo Caprano und Theo Löhn sowie Taisiia Korzh und Karl Bollnow (beide PSV Rostock) und Charlie Fischer (VfK „Bau“ Rostock). Begleitet wurden sie vom Landesstützpunkt Schwerin mit Trainer Uwe Juch und acht Judoka. Gemeinsam nahmen alle am regulären Stützpunkttraining teil und absolvierten zusätzlich eigene Technikeinheiten. Untergebracht war die Gruppe in der Jugendherberge Hannover, nur wenige Gehminuten vom Olympiastützpunkt entfernt.
Montag: Auftakt am Boden
Die erste Einheit am Montag von 18 – 20 Uhr leitete der neue Stützpunkttrainer Daniel Gürschner. Schon die Erwärmung hatte es in sich: Neben Fallschule standen turnerische Elemente wie Radwende, Handstandlaufen und Handstandüberschlag über die Bank auf dem Programm. Anschließend zeigte Gürschner den sogenannten Wieneke-Würger, bevor es in acht Runden Newaza-Randori, also freie Übungskämpfe am Boden, über jeweils vier Minuten ging. Zum Abschluss wurden die Arme noch einmal beim Schubkarrenlaufen gefordert.
Dienstag: Technik und Randori mit über 80 Judoka
Das Frühtraining um 8 Uhr drehte sich um Würfe aus der Bewegung. Bei einer Übung wich Uke dem ersten Angriff aus, und Tori musste mit einer zweiten Technik nachsetzen. Bei einer anderen entschied Schere, Stein, Papier darüber, wer werfen durfte. Am Nachmittag folgte eine weitere Technikeinheit, bevor von 17.30 – 20 Uhr das große Stützpunkttraining mit über 80 Judoka auf der Matte stand. Zwischendurch stellte ein Kampfrichter des Niedersächsischen Judoverbandes die neuen Regelauslegungen vor. Nach zwei Runden am Boden folgten neun Randori-Runden im Stand über jeweils vier Minuten und zum Abschluss eine Runde Golden Score.
Mittwoch: Schnellkraft und Situationsrandori
Am letzten Tag ging es früh los: Um 7.45 Uhr standen eine halbe Stunde Mobilisierung und ein Schnellkraftzirkel auf dem Programm. In der eigenen Einheit am frühen Nachmittag wiederholten die Judoka die Bodentechnik und erarbeiteten eine Lösung für die Griffsituation Ai-yotsu, bei der beide die gleiche Auslage haben. Das Stützpunkttraining von 16 – 17.30 Uhr knüpfte daran an und endete mit Situationsrandori. Dabei mussten sich die Judoka zum Beispiel gegen einen Kreuzgriff behaupten, im Ärmel-Ärmel-Griff kämpfen oder eine Yuko-Führung gegen einen extrem drängenden Gegner verteidigen.
Hochkarätige Betreuung auf der Matte
Neben Daniel Gürschner standen zahlreiche weitere erfahrene Trainer mit auf der Matte:
- Olympiasieger Udo Quellmalz, heute in Hannover stationierter Bundestrainer der U21 weiblich
- Sven Loll, leitender Landestrainer und Leiter des Bundes- und Olympiastützpunkts
- die Landestrainer Raik Schilbach, Patrick Kuptz und Nick Bobrowski
Für unsere Judoka war das eine besondere Gelegenheit, von so viel Erfahrung zu profitieren.
Harte Randori als ideale Vorbereitung
Gerade die Randori in Hannover waren sehr hart und forderten unseren Judoka einiges ab, genau das macht aber ein gutes Training aus. Drei intensive Tage mit vielen neuen Partnern waren eine ideale Vorbereitung auf die Nordostdeutschen Meisterschaften wenige Tage später.