Erstmals zum Deutschen Jugendpokal: Platz 3 für unsere U15-Mannschaft

von Lasse | 2. November 2026 | Judo, Wettkampf | 0 Kommentare

Am 01.11.2026 ging es in Greifswald um die Fahrkarten zum Deutschen Jugendpokal. Bei der Nordostdeutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaft U15 Mixed traten 12 Mannschaften aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern an, darunter der amtierende Deutsche Meister Polizei SV Berlin. Für den JC Uni Rostock war es die erste Teilnahme, und was uns erwarten würde, war vorher kaum abzuschätzen. Am Abend stand fest: Platz 3 und die Qualifikation. Am 21.11.2026 fahren unsere Judogreifen zum Deutschen Jugendpokal nach Rüsselsheim.

Ein Team aus drei Vereinen

In einer Mixed-Mannschaft kämpfen vier Mädchen und vier Jungen in festen Gewichtsklassen, jeder gewonnene Kampf bringt einen Punkt. Auf der Matte standen Taisiia Korzh und Victoria Boddien vom PSV Rostock, Luiza Alex vom PSV Schwerin sowie Rebecca Caprano, Lewin Leitert, August Lange, Theo Löhn, Felix Peter und Vincenzo Caprano vom JC Uni. Lewin ist eigentlich noch U13. Die Klasse bis 40 kg konnten wir nicht besetzen, damit lagen wir in jeder Begegnung schon vor dem ersten Kampf einen Punkt zurück.

Starker Start

Gegen Budo Welt Fredersdorf/Vogelsdorf startete das Team furios. August brauchte nur sechs Sekunden: Er warf seinen Gegner mit einem spektakulären De-ashi-barai zum Ippon. Theo punktete zweimal kurz hintereinander, erst mit Ippon-seoi-nage, dann mit O-goshi zur anderen Seite. Auch Luiza und Taisiia gewannen schnell mit einem Wurf und einer anschließenden Festhalte. Rebecca und Lewin kämpften mutig bis zum Schluss. Mit 5:2 ging es ins Runde 2.

Ein Rückschlag, der zusammenschweißt

Dort wartete PSV Olympia Berlin, und gleich zu Beginn kam ein Dämpfer. Felix, einer unserer stärksten Einzelkämpfer und fest als Punkt eingeplant, erhielt in seinem ersten Kampf Hansoku-make, die Disqualifikation, weil er nach Auffassung der Kampfrichter mit dem Kopf voran in die Matte ging. So etwas kann eine Mannschaft aus dem Tritt bringen. Unser Team rückte stattdessen noch enger zusammen. Victoria gewann nach 35 Sekunden mit einem Armhebel, Taisiia und Luiza jeweils mit einer Festhalte, Theo mit einem Hebel aus dem Sankaku. August setzte sich gegen Aleksander Graf (PSV Olympia Berlin) durch, den er schon von den Nordostdeutschen Meisterschaften und dem BMW Cup in Leipzig kannte. Wieder hieß es 5:2, und wir standen im Halbfinale. Judoka und Betreuer stehen am Mattenrand eng umarmt im Kreis, vorn ein Judoka mit dem Rückenaufdruck „Felix Peter“.

Jetzt erst recht

Gegen UJKC Potsdam, den späteren Finalisten, blieben neben der Klasse bis 40 kg auch die 43 kg frei, so starteten wir mit 0:2. Taisiia und August gewannen ihre Kämpfe, Vincenzo und Luiza kämpften stark, bei beiden fielen enge Entscheidungen gegen uns. Das 2:6 klingt deutlicher, als es auf der Matte war. Die Köpfe hängen ließ danach niemand. Im Gegenteil: Plötzlich war allen klar, dass nur noch ein Sieg zu den Deutschen fehlte. Und das wollten sie jetzt unbedingt schaffen.

Alles entscheidet sich im letzten Kampf

Im Kampf um Platz 3 trafen wir erneut auf das Team PSV Olympia Berlin, das sich über die Hoffnungsrunde zurückgekämpft hatte. Es wurde ein echter Krimi. Victoria brachte uns in Führung, Vincenzo lieferte Jonas Lukowiak einen starken Kampf doch verlor, Taisiia siegte über die Zeit, die 43 kg Klasse ging kampflos an die Berliner, Luiza holte Punkt Nummer drei, Theo musste sich diese Runde geschlagen geben. Vor dem letzten Kampf stand es 3:3. Alles hing an August, und wieder hieß der Gegner Aleksander Graf. August brachte dies alles nicht aus der Ruhe und gewann diesmal sogar mit Ippon durch Mune-gatame nach dem er bereits Waza-ari und Yuko geworfen hatte. Nun gab es kein Halten mehr: Platz 3 und die Fahrkarte nach Rüsselsheim. Jeder einzelne Punkt war an diesem Tag wichtig. Taisiia und August blieben dabei den ganzen Tag ungeschlagen. Die Mannschaft steht mit Medaillen, Urkunde und Pokal für Platz 3 nebeneinander auf der Matte.

Als Mannschaft aufgefallen

Noch mehr als die Ergebnisse hat uns gefreut, wie das Team aufgetreten ist. Die Judoka haben sich gegenseitig angefeuert, nach jeder Niederlage aufgebaut und nach jedem Sieg zusammen gejubelt. Die Stimmung war den ganzen Tag über positiv, und das ist auch in der Halle aufgefallen. Genau so soll sich eine Mannschaft anfühlen. Ein großer Dank geht an Tim Klement (VfK „Bau“ Rostock) und Uwe Juch (PSV Schwerin), die Trainer Lasse Leitert am Mattenrand unterstützt haben, Uwe vor allem als Coach von Luiza. Auch den Eltern danken wir für ihre Hilfe den ganzen Tag über.

Auf nach Rüsselsheim

Den Titel holte der Polizei SV Berlin vor UJKC Potsdam, Platz 3 teilten sich der JC 90 Frankfurt (Oder) und der JC Uni Rostock. Diese vier Mannschaften vertreten den Nordosten am 21.11.2026 beim Deutschen Jugendpokal. Wir freuen uns riesig auf dieses Abenteuer und drücken unseren Judogreifen fest die Daumen! Alle Photos vom Wettkampf gibt es auf Flickr.

Kategorien